RAID 0 (Stripeset)
- mindestens zwei Festplatten
- keine Redundanz
- evtl. Geschwindigkeitsvorteil

Speicherplatz = Summe des Speichers aller Festplatten
RAID 1 (Mirror)
- mindestens zwei Festplatten
- Redundanz

Speicherplatz = Speicherplatz der kleinsten Festplatte
RAID 5 (Parität)
- mindestens drei Festplatten
- Redundanz
- evtl. Geschwindigkeitsvorteil gegenüber RAID 1 (Mirror)

Speicherplatz = Speicherplatz der kleinsten Platte mal 2
RAID 6
- Mindestanzahl Festplatten: 4
- Redundanz: Zwei Paritätsblöcke → Ausfall von bis zu 2 Platten tolerierbar
- Paritätsverteilung: doppelte Parität (z. B. P und Q), verteilt über alle Platten
- Performance:
- Lesen: ähnlich wie RAID5 (gut)
- Schreiben: höherer Overhead als RAID5 (schlechter)
- Speicherplatz (bei gleichen Plattenkapazitäten): (N - 2) × Größe_der_kleinsten_Platte
- Einsatz: große Arrays mit höherer Ausfallsicherheit als RAID5
Geläufige RAID‑Kombinationen
- Ziel: Redundanz + Performance durch Kombination von Mirroring und Striping oder Parity-Gruppen.
- Min‑Disks, nutzbare Kapazität und Ausfallsicherheit hängen von Aufbau (Gruppengröße) ab.
| Name | Min. Platten | Usable-Kapazität (bei gleichen Platten) | Ausfallsicherheit (typ.) | Vor-/Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| RAID 10 (Striped Mirrors) | 4 | N/2 × Größe | pro Mirror‑Pair 1 Platte (mehrere möglich, abhängig Lage) | sehr gute Lese-/Schreibleistung, hohe Ausfallsicherheit; teuer (50% Overhead) |
| RAID 01 (Mirrored Stripe) | 4 | N/2 × Größe | bei Ausfall in einem Stripe ggf. kompletter Stripe verloren | ähnlich Leistung wie 10, schlechtere Fehlertoleranz als RAID10 |
| RAID 50 (Striping über RAID5-Gruppen) | 6 (mind. 2 x 3) | (Gesamtplatten − Anzahl_Gruppen) × Größe | pro RAID5‑Gruppe 1 Platte | bessere Schreib-/Leseleistung als einzelnes RAID5, höhere Kapazitätseffizienz; komplexer, Paritätsrekonstruktion gruppenweise |
| RAID 60 (Striping über RAID6-Gruppen) | 8 (mind. 2 x 4) | (Gesamtplatten − 2×Anzahl_Gruppen) × Größe | pro RAID6‑Gruppe 2 Platten | sehr hohe Ausfallsicherheit, geeignet für große Arrays; hoher Overhead/Komplexität |
| RAID 1E (Striped Mirror für ungerade Anzahl) | 3 | ca. floor(N/2) × Größe | ähnlich RAID1 je nach Paarung | Mirror‑Vorteile bei ungerader Plattenzahl; weniger geläufig |
| JBOD / Concatenation | 1 | Summe aller Platten | keine | einfach, keine Redundanz; nur Kapazitätserweiterung |
Beispiel‑Kapazitätsberechnung (alle Platten gleich groß S):
- RAID6 mit N Platten: nutzbar = (N − 2) × S
- RAID10 mit N (gerade) Platten: nutzbar = N/2 × S
- RAID50 mit k Gruppen à g Platten (je Gruppe RAID5): nutzbar = (k × (g − 1)) × S