Sysprep bereitet ein Windows-System für das Klonen vor und erzeugt beim ersten Start nach einem Sysprep-Lauf eine neue System-SID; daraus folgen neue SIDs für lokale Benutzer und Gruppen; Administratorpasswort und benutzerspezifische Daten werden gelöscht, während Benutzerkonten, Treiber und installierte Programme erhalten bleiben; beim ersten Neustart muss jedoch ein neuer Benutzer angelegt werden.
GUI und Standardoptionen
Die grafische Anwendung liegt unter C:\Windows\System32\Sysprep\Sysprep.exe. Wichtige Standardoptionen:
- Out-of-Box-Experience aktivieren: führt beim nächsten Start die letzten Installationsschritte aus (u.a. Aktivierungsschlüssel eingeben, Benutzer anlegen).
- Verallgemeinern: erzeugt eine neue SID.
- Herunterfahren: fährt den Rechner nach Sysprep herunter.
Alternative Betriebsmodi
- Systemüberwachungsmodus (Audit Mode): für Händler, die nach Sysprep einzelne Rechner weiterhin mit Programmen/Treibern anpassen möchten.
- Verhalten nach Sysprep kann statt Herunterfahren auch Neustart oder einfaches Beenden sein.
Häufige Probleme und Einschränkungen
- Bestimmte Programme (insbesondere Virenscanner) können geklonte Installationen am ordnungsgemäßen Start hindern; Lösung: betroffene Software nachträglich installieren.
- UWP-Apps sind kritisch: unterschiedliche Apps oder Versionen zwischen Benutzern führen oft zu Problemen nach Sysprep.
- Auf Windows Servern können einige Serverrollen nach Sysprep nicht mehr korrekt funktionieren.
Sysprep und Windows-Aktivierung
- Windows kann ohne Aktivierung installiert werden (z.B. Windows 10 Enterprise: 90 Tage Evaluierungszeitraum).
- Der Evaluierungszeitraum lässt sich bei manchen Editionen ein- bis dreimal mit
slmgr -rearmzurücksetzen (als Administrator ausführen). - Ein Sysprep-Lauf entfernt eine vorhandene Aktivierung und verbraucht eine der maximal drei Rücksetzmöglichkeiten.